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Bausparvertrag als Anschlussfinanzierung eine Alternative bei der Finanzierung

Für die Baufinanzierung gibt es nicht wenige Wege und Varianten. Ein guter Zeitpunkt, ein gewähltes Finanzierungskonzept zu überdenken, bietet sich zum Ablauf einer Zinsbindungsfrist. Einer ersten Finanzierungsrunde folgt in der Regel eine zweite oder auch dritte.

Für eine Entschuldung werden von Finanzexperten verschiedene Alternativen angeboten. Der einfachste Weg für eine weitere Baufinanzierung ist das Annehmen des Prolongationsangebotes des bisherigen Kreditgebers. Verpasst wird hierbei allerdings die Chance, selbst danach zu suchen, ob eine Anschlussfinanzierung vielleicht deutlich günstiger zu bekommen ist.

Zu prüfen wäre beispielsweise, ob der Bausparvertrag als Anschlussfinanzierung in Frage kommt. Allerdings bedarf diese Finanzierungsalternative eine sehr langfristige Vorbereitung.

Bei dieser Alternative Bausparen und Anschlussfinanzierung wird bereits während der Zinsbindungsfrist ein Bausparvertrag abgeschlossen und angespart. Das bedeutet, wenn niedrige Zinsen zu einem späteren Zeitraum gesichert werden sollen, muss nicht nur eine Kreditrate sondern auch eine Bausparrate aufgebracht werden.

Wer über derartige große (weil zweifache) finanzielle Mittel verfügt, könnte beispielsweise ein normales Immobiliendarlehen (Annuitätendarlehen) zu einem höheren Prozentsatz tilgen. Dadurch würden sich die Finanzierungskosten vor allem sehr schnell reduzieren.

Der Bausparvertrag hat daher nicht nur Förderer sondern auch Kritiker. Während ihn viele als ein Garant für niedrige Zinsen sehen, kritisieren ihn andere als Kostenfalle.

Dennoch viele haben den Bausparvertrag, der Vater Staat fördert ihn, die Banker und die Vermittler der Bausparkassen lieben und verkaufen ihn, wenn immer Kunden um eine Baufinanzierung ersuchen. Ihr Hauptargument bilden vor allem die garantiert niedrigen Zinsen, auch wenn eine erste Zinsbindungsfrist vorüber ist. Dabei unterbieten sich die Spezialisten der Bausparkassen gegenseitig.

Wer will schon nein sagen, wenn nur 4,9 Prozent oder 2,9 Prozent oder gar nur 1 Prozent für die Anschlussfinanzierung zu bezahlen ist. Der scheinbar billige Zinssatz für die Anschlussfinanzierung muss sich oftmals teuer erkauft werden.

Während sich der Bausparvertrag für die Anschlussfinanzierung nur in einigen Fällen lohnen kann, ist er oftmals gegenüber der Baufinanzierung ohne Bausparen auch aufgrund der meist hohen Abschlussgebühr (bis 1,5 Prozent von der Bausparsumme) um einige tausend Euro teurer. Für die optimale Baufinanzierung kommt es immer auf eine individuelle Situation und die Entwicklung der Zinsen an den Geldmärkten an.

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