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Baupreisindex - Zusammenfassung der Entwicklung der Baupreise

Wer mit dem Gedanken spielt, sich in absehbarer Zeit ein eigenes Haus bauen zu wollen, sollte sich den aktuellen Baupreisindex und den der zurückliegenden Jahre anschauen. Damit lässt sich eine Preisentwicklung im Bereich Bauwesen / Neubau und eine mögliche Tendenz feststellen. Für die Ermittlung und Herausgabe des Baupreisindexes ist das Bundesamt für Statistik zuständig.

Künftige Baukosten planen und kalkulieren

Um den Baupreisindex zu ermitteln, werden etwa 5.000 ausgewählte Marktteilnehmer nach vorgegebenen Kriterien befragt. Abgefragt werden in erster Linie die für einen Erfassungszeitraum vereinbarten und gezahlten Preise für unterschiedliche Gewerke und Dienstleistungen. Die zu berücksichtigenden Daten müssen aus realen abgeschlossenen Verträgen entstanden sein. Sie werden mit und ohne Mehrwertsteuern erfasst. Das Bundesamt für Statistik ermittelt auf dieser Grundlage ein Zahlenwerk, welches als Endergebnis mit dem Baupreisindex nur eine Zahl ausweist.

Der Baupreisindex ermöglicht es Architekten und Bauämtern, die eventuellen Kosten für bestimmte Bauwerke zu kalkulieren. Insbesondere bei Ausschreibungen und Preisermittlungen ist es erwünscht, zu hohe Gebote zu identifizieren und auszusondern. Für die Kommunen sind die vom Bundesamt ermittelten Zahlen entscheidende Hinweise bei der Haushaltsaufstellung und Kalkulation der in Zukunft benötigten Mittel für den Unterhalt und die Instandhaltung der vorhandenen und künftig geplanten Infrastruktur.

Der Baupreisindex verdeutlicht die Preisentwicklung für tatsächlich bezahlten Neubau und Baumaßnahmen im Bereich Instandhaltung. Den Baupreisindex berechnet man für unterschiedliche Bauwerksarten. Somit kann die Entwicklung der Baupreise im konventionellen Neubau (Wohngebäude, Bürogebäude, Betriebsgebäude) ebenso deutlich gemacht werden wie im Neubau von Einfamilienhäusern oder beim Neubau im Tiefbau (Straßen,Brücken, Ortskanäle). Einen Indizes gibt es für den Instandhaltungsaufwand für Mehrfamilienhäuser.

Der Baupreisindex spiegelt die Entwicklung der Baupreise wider. Das heißt, es sind die Preise, die Bauunternehmen für erbrachte Leistungen erzielen. Der Baupreisindex ist nicht gleich dem Baukostenindex. Denn er bezieht im Gegensatz zu diesem Faktorindex beispielsweise die Gewinnmargen von Bauunternehmen mit ein. Keinen Eingang in die Indizes finden Architektenhonorare und Grundstückskosten.

Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes von Gebäuden

In der Versicherungswirtschaft und speziell bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes von Gebäuden wird neben dem fiktiven Wert von 1914 der Baupreisindex benötigt, um den Wiederbeschaffungswertauf der Basis gleitender Neuwert und unter Einbeziehung von Preisentwicklungen feststellen zu können. Wenn ein Gebäudeversicherer Preissteigerungen bei den Versicherungsprämien vornimmt, begründet er das unter anderem mit dem vorliegenden Baupreisindex.

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