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Baumängel am Fenster nur bei nicht fachgerechter Montage

Bei der Errichtung von Gebäuden werden während der Bauphase und bei der Bauabnahme nicht selten Baumängel festgestellt. Neben offenkundigen Mängeln (Wasser im Keller, Risse im Mauerwerk) treten auch solche auf, die sich erst Jahre später bemerkbar machen können. Oft werden Baumängel beispielsweise am Fenster erst nach dem Einzug und dem Bewohnen festgestellt.

Dichte Gebäudehülle verlangt regelmäßiges Lüften und optimales Heizen

Wenn Türen und Fenster dicht halten sollen, müssen sie fachgerecht eingebaut werden. Kommt es bei der Montage zu Fehlern, kann das zu Wärmeverlusten und Bildung von Schimmel führen, was sich erst nach Jahren in vollem Ausmaß zeigt. Baumängel am Fenster entstehen, wenn die Anschlussfugen zwischen Mauerwerk und Fenstertürrahmen nicht fachgerecht ausgeführt werden.

Die aktuelle Energieeinsparverordnung schreibt eine luftdichte Bauweise vor, die wenn Fugen nur mit Schaum verschlossen werden, nicht erreicht wird. Zusätzlich ist eine innere und äußere Fugenabdichtung erforderlich. Wer als handwerklich nicht erfahrener Bauherr vor einer Bauabnahme steht, macht dies am besten in Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Berater (Architekten oder Sachverständigen).

Das extra investierte Geld, lohnt sich möglicherweise schon dann, wenn zum Zeitpunkt der Bauabnahme versteckte und solche Mängel festgestellt werden, die nach Ablauf der Gewährleistungsfrist auf eigene Kosten beseitigt werden müssten.

Dennoch sind es nicht in jedem Fall Baumängel, die aufgrund von Kondenswasser am Isolierglas und in den Fensterfugen zu Klagen führen. Die Ursache ist vielmehr in der energiesparenden Bauweise zu finden. Eine sehr dichte Gebäudehülle, das jeweilige Heizungsverhalten in der kalten Jahreszeit sowie eine nicht ausreichende Frischluftzufuhr sind hier oftmals die Ursachen.

Jede Familie setzt täglich etwa zwei bis fünf Liter Wasserdampf frei. Diese Feuchtigkeit führt im Winter dann zu Schäden (Schimmelbildung), wenn sie nicht durch ausreichendes Lüften und der Erhöhung der Raumtemperatur beseitigt wird.

Kondenswasser am Isolierglas nicht generell ein Baumangel

Optimales Lüften von bewohnten und beheizten Räumen ist eine Grundvoraussetzung zur Verhinderung von Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Damit Baumängel am Fenster oder Türen anerkannt werden, reicht das Auftreten von Kondenswasser am Isolierglas nicht unbedingt aus. Notwendig ist der Nachweis einer nicht fachgerechten Montage. Allerdings wehren sich Baufirmen oftmals mit dem Argument, dass Bauherren beziehungsweise Bewohner nicht regelmäßig Lüften oder falsch Heizen.

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