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Baugemeinschaften - gemeinsam günstig ein Haus neu erreichten oder sanieren

Baugemeinschaften werden von Gruppen von Menschen gebildet, die ihre Häuser zusammen bauen oder umbauen wollen. Neben einem reinen Wohnhaus kommen auch Mischformen mit Gewerberäumen in Betracht. Häuser können sowohl neu errichtet als auch saniert werden. Alle Räumlichkeiten stehen nach der Fertigstellung für die eigene Nutzung, Vermietung oder zum Verkauf zur Verfügung. Kompromisse sind meist unvermeidbar. Besonders wenn viele Parteien beteiligt sind, wird es schwierig, alle Wünsche umzusetzen.

Gemeinsames Bauen bietet großes Kosteneinsparpotential

Experten sehen beim Bauen in der Gruppe reale Kosteneinsparungen in Höhe von bis zu 25 Prozent. Mit einer Baugemeinschaft ist man gemeinsam stark und kann günstiger bauen.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Bauformen (Doppel-,Reihen-, Mehretagenhaus) ist die Spanne ist so groß. Die Kosten können auf verschiedene Weise gedrückt werden. Zum einen wird bei einem Grundstück nicht die große Fläche wie bei einem konventionellen Einfamilienhaus benötigt. Das reduziert gleichzeitig die Grunderwerbsteuer.

Planungskosten sind meist deshalb günstiger, weil es nutzbare Synergieeffekte (Mehrfachnutzung von Grundrissen) gibt, wodurch der Architekt/Planer seine Leistung günstiger anbieten kann. Die Bau- und Materialkosten verringern sich vor allem durch gemeinsame Ausschreibung und Bauausführung. Höhere Rabatte lassen sich auch beim Einkaufen großer Materialmengen erzielen. Die Notwendigkeit eines Bauträgers entfällt zudem. Dessen Wegfall kompensieren in bester Weise Architekt und Bauherren gemeinsam. Alle Koordinierungs- und Abwicklungsaufgaben werden zusammen erledigt.

Neben diesen Einsparmöglichkeiten besteht wie bei anderen Bauvorhaben auch die Möglichkeit, dass die Bauherren gewisse Eigenleistungen erbringen. In der Vorbereitungsphase fallen auch bei Gemeinschaftsprojekten Kosten an. Bauherren werden anteilig daran beteiligt.

Obwohl es Gründe für ein mögliches Scheitern gemeinsamer Bauprojekte gibt, führen in der Realität die meisten Baugemeinschaften zum Erfolg. Der Idealfall für eine Gelingen ist, wenn eine Gemeinde bereit ist, erforderliche Baugrundstücke möglichst unter Marktwert zur Verfügung zu stellen.

Professionell betreut bauen als Alternative

Baugemeinschaften können in unterschiedlicher Form bestehen. Bei der freien Baugemeinschaft wird dem Einzelnen mehr Freiraum bei der Baugestaltung, der Architektur, der Wohnungsgröße und der Wahl der Baumaterialien gegeben. Mehr Einfluss kann er auch auf gemeinschaftliche Einrichtungen (Gartengestaltung, Haustechnik) nehmen.

Als Alternative dazu kann auch die professionell betreute Baugemeinschaft gewählt werden. Hier leistet ein Dritter alle erforderlichen Aufgaben hinsichtlich Bauorganisation, Abwicklung und Betreuung gegen Entgelt.

Fazit: Eine Baugemeinschaft ist mehr als nur eine interessante Sache. Mitunter wird auch die beste Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Einzelne Entscheidungen immer mit anderen abzustimmen, kostet Zeit und gewiss auch Nerven.

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