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Bauen auf sicherem Grund und Boden: Tipps zum Grundstückskauf

Wer sich sein Eigenheim selbst konstruieren will, der muss vorab auf Grundstückssuche gehen. Das kann sich unter Umständen als ein langwieriges Unterfangen herausstellen, spielen doch zu viele wichtige Faktoren, die man beim Grundstückserwerb einhalten sollte, dabei eine Rolle.

Schon die Standortwahl für das ideale Baugrundstück sollte mit Bedacht und Ruhe angegangen werden, denn sie ist endgültig und kann nach dem Hausbau nicht mehr rückgängig gemacht werden. Hier sollte prinzipiell auf eine gute Infrastruktur im näheren Umfeld, auf Lifestyle –Erfordernisse wie Kultureinrichtungen, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie auf Umwelteinflüsse wie Licht, Luft und Lärm geachtet werden.

Ob das Grundstück dann auch wirklich so bebaut werden darf, wie man es sich vorstellt, ergibt sich aus den baurechtlichen Vorschriften des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes. Auch sollte man sich darüber schlau machen, ob auf eventuelle Vereinbarungen mit dem lieben Nachbarn eingegangen werden muss, um einen langwierigen Rechtsstreit im Nachhinein sofort zu vermeiden.

Hat es ein Grundstück in die engere Wahl geschafft, ist ein Notar einer der wichtigsten Ansprechpartner für das weitere Vorgehen. Er kümmert sich um die Einsicht in das Grundbuch, das zum Kauf wichtige Informationen beinhaltet wie Auskünfte über Hypotheken, Dauerwohn-, Wege- und Vorkaufsrechte.

Des Weiteren entwirft der Notar den Kaufvertrag und übernimmt den lästigen Schriftverkehr mit Behörden und Gerichten bei der Beurkundung. Häuslebauer aufgepasst: Um Eigentümer zu werden, muss das Datum für die Umschreibung im Grundbuch ein halbes Jahr nach der notariellen Beurkundung schon vorab in den Terminkalender eingetragen werden!

Und auch der Kaufvertrag selbst hat Regeln und Vorschriften, die Abschnitt für Abschnitt eingehalten werden sollten: Wenn sich im Vertrag ein oder mehrere Paragraphen auf Karten, Zeichnungen und andere Schriftstücke beziehen, müssen diese dem Kaufvertrag beigefügt werden. Der Kaufpreis des Grundstückes selbst sollte zumindest als Quadratmeterpreis in jeden Fall schriftlich festgehalten werden.

Wer ganz sicher gehen will, der sollte noch einmal alles mit seinem Rechtsanwalt des Vertrauens durchgehen, bevor er seine Unterschrift unter den Vertrag setzt. Günstigere Alternativen zur Beratung sind Grundeigentümerverbände oder auch die Verbraucherzentrale.

Wichtig ist es auch, zu wissen, was im Boden des Grundstückes so alles steckt: Denn es gibt nicht Schlimmeres für einen Hausbauer als Altlasten im Boden - zum Beispiel in Form von Ölrückständen! Daher sollte beim Kauf eindringlichst auf ein Bodengutachten beharrt werden, welches einen genauen Bericht über die Bodenbeschaffenheit des Grundstückes liefert.

Quelle: hamburg.de, hausbautipps24.de
Bild: th0rstenhell (Flickr)

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