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Auf was Bauherren bei der Bauabnahme achten müssen

Bei der Bauabnahme geht es darum zu prüfen, ob der Bauträger oder Handwerker das geliefert hat, was im Bauvertrag vereinbart wurde. Da es sich dabei um die einzige Möglichkeit handelt, sich vor Handwerkerpfusch zu schützen, sollten Bauherren auf jeden Fall versuchen, Fehler bei der Bauabnahme zu vermeiden.

Generell empfiehlt es sich, nicht nur bei der Fertigstellung des Hauses, sondern bereits nach jedem Bauabschnitt eine Bauabnahme durchzuführen. Das kann dabei helfen, Fehler und Mängel rechtzeitig zu erkennen, wenn sie sich noch leichter beheben lassen. Denn ist das Haus erstmal fertiggestellt, lassen sich Mängel an Leitungen oder Dämmung meist nicht mal vom Fachmann erkennen. Dabei sollte im Bauvertrag genau festgelegt werden, wann und wie eine Bauabnahme stattfinden soll.

Eine weitere Möglichkeit, um die Qualität des Hausbaus sicher zu stellen ist es, wenn sich die Handwerker verschiedener Gewerke gegenseitig überprüfen. Dabei unterschreibt beispielsweise der Verputzer, dass der Maurer ordnungsgemäße Arbeit abgeliefert hat und auch bei anderen Gewerken überprüfen die Nachfolger die Arbeit des Vorunternehmers. Auch diese Möglichkeit der Qualitätskontrolle kann im Bauvertrag festgelegt werden.

Wenn es bei der Fertigstellung des Hauses zur endgültigen Bauabnahme kommt, können Bauherren sich an den Verband privater Bauherrren, den Bauherren-Schutzbund oder den TÜV wenden, und einen Fachmann gegen Honorar um Hilfe bitten. Dieser begleitet dann den Bauherren bei der Bauabnahme und hilft dabei, Mängel im Abnahmeprotokoll festzuhalten. Auf diese Weise können sich Bauherren vor späteren Kosten schützen.

Denn sobald die Bauabnahme stattgefunden hat, findet für alle nicht im Abnahmeprotokoll vermerkte Mängel und Schäden eine Beweislastumkehr statt. Wenn vorher der Handwerker beweisen muss, einwandfreie Arbeit geleistet zu haben, muss nach der Bauabnahme der Bauherr Mangel, Ursache und eventuelle Folgeschäden beweisen, was in vielen Fällen schier unmöglich ist.

Damit das nicht passiert, sollten Bauherren auch vermeiden, dass es zu einer fiktiven oder stillschweigenden Bauabnahme kommt, weil sie beispielsweise in das fertiggestellte Haus einziehen, oder die Schlussrechnung bezahlen.

Quelle: bauen.de, baumarkt.de
Bild: Christian Sahm (Flickr), Uli Carthäuser (Pixelio)

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