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Barrierefrei in Hagen wohnen

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist die Schaffung altersgerechter Wohnungen eine zentrale Aufgabe der Immobilienwirtschaft. Hagen stellt sich dieser Herausforderung und plant durch die Anpassung bestehender Wohnungen bezahlbaren seniorengerechten Wohnraum zu schaffen. So sollen weiterer Flächenverbrauch in Randlagen mit schlechter Infrastruktur vermieden und gleichzeitig die Nutzungsmöglichkeiten des überschüssigen Wohnraums erweitert werden.

Rund ein Viertel der Hagener Bevölkerung ist 65 Jahre und älter. Studien ergeben, dass in weniger als 20 Jahren ein Drittel der deutschen Bevölkerung über 60 Jahre alt sein wird – dieser Trend gilt auch für Hagen. Gleichzeitig herrscht in Hagen ein Überangebot an Wohnungen: Der aktuelle Leerstand ungenutzter Wohnungen liegt in Teilen der Stadt bei über zehn Prozent.

Eine Initiative der Hagener AG Gesunde Stadtentwicklung sieht eine Lösung in der Kombination beider Phänomene: Durch die Ausweitung kinder- und seniorenfreundlicher Angebote sollen Zuzüge attraktiver werden. Die Nutzung vorhandener Infrastrukturangebote ist dabei besonders vorteilhaft: Senioren können in zentraler Wohnlage weiterhin leicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben und vorhandene Infrastruktur wird weiter genutzt. Mit dem altersgerechten Ausbau von Wohnräumen wird zudem an Aufwendungen für die Pflegeversicherung gespart.

Für Hausbesitzer ist es daher durchaus interessant, die eigenen Immobilien seniorengerecht auszubauen: Die nachträgliche Anpassung eines Gebäudes an bedürfnisgerechtes Wohnen wird mit dem Programm Altersgerecht Umbauen finanziell von der KFW-Bank unterstützt. Eine Börse für barrierefreies Wohnen soll nun einen Überblick über Angebot und Nachfrage schaffen und zu einem verbesserten Informationsaustausch beitragen.

Quelle: wochenkurier.de /

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