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Badezimmer unterm Dach: So wird das Dachgeschoss zur Wohlfühl-Oase

Ein Dachausbau liefert preiswerten Zusatzwohnraum. Dabei sind die Möglichkeiten, den gewonnen Wohnraum zu nutzen vielfältig. Eine Option besteht darin, das Dachgeschoss in eine kleine Wellness-Oase zu verwandeln. Ein Badezimmer unterm Dach bietet meist genügend Platz für eine Wohlfühl-Badewanne oder ausladende Waschbecken. Zwar erfordern Dachschrägen und Winkel eine genaue Planung, doch das Baden mit Blick in den Sternenhimmel oder Duschen im einfallenden Sonnenlicht entschädigen für die Mühen des Umbaus.

Bevor man sich daran macht das Dachgeschoss in ein Badezimmer umzubauen sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen. Außerdem sollte auf jeden Fall die Bausubstanz untersucht werden. Vor allem im "Altbau sollten zuerst die Decken auf Tragfähigkeit geprüft werden", betont Simone Kempf von Villeroy & Boch in Mettlach im Saarland. Schließlich kann eine gefüllte Badewanne schnell mehrere Zentner wiegen. Da viele ältere Gebäude Holzbalkendecken haben, die nicht für den Dachausbau geplant waren, sollte ein Statiker prüfen, ob eine Holzdecke der zusätzlichen Belastung durch Sanitäranlagen standhalten kann.

Falls nachgebessert werden muss, um die Bauvorschriften zu erfüllen, empfiehlt Kurt Jeni in seinem Buch "Dachausbau" den Einzug einer Teilbetondecke. Diese weist Feuchtigkeit ab und verhindert so Wasserschäden in der Decke. Um es im Badezimmer unterm Dach schön kuschelig warm zu haben, sollte das Dach unbedingt gedämmt werden. Um Feuchtigkeit abzuwehren eignen sich an den Wänden Gipsbauplatten und Fliesen, besonders wasserabweisend sind zementgebundene Trockenbauplatten.

Oft können vorhandene Leitungen für Heizung und Wasserversorgung im Badezimmer unterm Dach genutzt werden. Allerdings erinnert Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in St. Augustin bei Bonn daran, zu prüfen, ob die Heizungspumpe genügend leistungsstrak ist, um die zusätzlichen Heizkörper im neuen Bad zu versorgen.

Die Schrägen des Daches können bei der Inneneinrichtung des Badezimmers auf kreative Weise eingebunden werden. Allerdings sollten bei der Anordnung der Sanitäranlagen ein paar Richtlinien beachtet werden, um das neue Bad dann auch wirklich in vollen Zügen genießen zu können. So empfiehlt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn für die Toilette an der Hinterkante eine Höhe von 130 Zentimetern und vorne 175 Zentimeter. Bei Duschen oder Wannen mit Brause rät der Fachmann zu einer Mindesthöhe von 220 Zentimetern.

Wer sich diese Tipps beim Umbau des Dachgeschosses zu Herzen nimmt, kann sich auf eine Wohlfühl-Oase im Eigenheim freuen. Im Badezimmer unterm Dach kann man sich dann von den Strapazen des Umbaus erholen.

Quelle: manager-magazin.de, dach.de
Bild: Cheryl Marland, drcorneilus (Flickr)

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