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Ausgefallene Gartenzwerge werden immer beliebter

Was gibt es schöneres als bei warmen, sommerlichen Temperaturen bei Sonnenschein und einer erfrischenden Brise im Garten zu sitzen? Für viele Menschen wird dieser Tag erst dann perfekt, wenn sie auch von der passenden Dekoration umgeben sind. Hierzu gehören im Garten zweifelsohne die weltberühmten Gartenzwerge.

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen die kleinen Figuren allein mit dem Spießbürgertum assoziiert wurden. Heutzutage gibt es ausgefallene Gartenzwerge, die wenig von den üblichen und bekannten Formen und Darstellungen aus Opas Schrebergarten gemeinsam haben.

Zu Beginn der 90er Jahre wurde der Gartenzwerg quasi wieder geboren. Vorbei war die Zeit der freundlich blickenden, lachenden Figuren. Es wurden neue, teils provokative Bilder und Ideen geschaffen. Die Skulpturen reichen von Horrorfantasien mit Messer oder Axt im Rücken bis hin zu sexuellen, freizügigen Darstellungen. Aber auch Politiker mussten und müssen sich durch die Karikatur-Gartenzwerge einiges gefallen lassen.

Besonders bekannt, wenn es um ausgefallene Gartenzwerge geht ist der Designer Andreas Klein, der in jedem Jahr eine neue, individuelle Zwergen-Kollektion veröffentlicht, die sich vom Durchschnitts-Spießerzwerg abhebt. Das mediale Interesse an seinen Motiven ist gross und besteht über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Auf der anderen Seite finden moderne Zwerge bei Sammlern und Liebhabern der klassischen Skulpturen wenig Zuspruch. Sie werden oft als zu obszön, vulgär oder provokant angesehen. Insbesondere das Aufnehmen von weiblichen Zwerginnen führte unter konservativen Sammlern zu starker Rebellion. So sei dies doch ursprünglich kaum vorstellbar gewesen. Die Vermittlung zwischen den beiden Lagern scheint sich als schwierig zu gestalten, hat jedoch den Vorteil, dass beide Seiten immer wieder zu neuen, kreativen Ideen beflügelt werden.

Quelle: wikipedia.de

 

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