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Energiewende macht Ausbau des Stromverteilnetzes erforderlich

Die Umstellung auf eine umweltfreundlichere Energieversorgung macht den Ausbau des Stromverteilnetzes nötig. Nach Angaben des Verband kommunaler Unternehmen (VKU) seien dazu mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich pro Jahr nötig, doch bisher weiß keiner, woher das Geld kommen soll.

Über eineinhalb Millionen Kilometer Stromkabel bringen aktuell den Strom in Deutschland von den großen Trassen über Umspannwerke, Trafos und ein immer feineres Leitungsgeäst zu den Verbrauchern – bis in die abgelegensten Ecken. Während es lange Zeit ausreichte, das Verteilnetz in Schuss zu halten, werden durch die Energiewende neue Milliardeninvestitionen nötig.

Nach Angaben des Stadtwerkeverband VKU sei es auf Grund der Umstellung auf erneuerbare Energien dringend nötig, in Netzwarten zu investieren mit denen sich nicht nur Kraftwerke genau steuern lassen, sondern mit denen auch größere Stromverbraucher herauf- und heruntergeregelt werden können. 'Wir brauchen intelligente Netze und dezentrale Speicher, um den Stromverbrauch der schwankenden Stromerzeugung in Wind- und Sonnenkraftwerken anzupassen', so Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU über den nötigen Ausbau des Stromverteilnetzes.

So seien hohe Investitionen in Rechenzentren, Software und Personalschulung nötig. Außerdem müssten zusätzliche Regelanlagen installiert werden. Ohne den notwendigen Ausbau des Stromverteilnetzes, könnte beispielsweise der Solarstrom, der in ländlichen Regionen durch Photovoltaik-Anlagen erzeugt wird, an sonnigen Sommertagen das Stromnetz lahmlegen. Auch die vielen Windräder in Ost- und Norddeutschland können auf Dauer zum Problem für die Stromnetze werden.

Nach Schätzungen des VKU werden bis 2030 Investitionen von über 30 Milliarden Euro für den Ausbau des Stomverteilnetzes nötig, die letzlich über die Netzentgelte vom Verbraucher gezahlt werden müssen.

Quelle: fr-online.de, dradio.de
Bild: Andreas Demmelbauer (Flickr)

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