Excite

Augen auf beim Staubsaugerkauf

Auf einen guten Staubsauger kann kein Haushalt verzichten. Die Qualität der einzelnen Modelle kann dabei jedoch stark auseinander gehen. Wer beim Staubsaugerkauf möglichst sparen will, könnte es später bereuen. Worauf muss beim Kauf eines Staubsaugers also geachtet werden?

    Twentyfour Studens/Flickr

Welches Modell soll es sein?

Der klassische Bodensauger ist in den meisten Haushalten aufzufinden. Er befreit sowohl Teppiche, als auch Holz-, Stein- oder PVC-Böden von Staub und Schmutz. Bei diesen Modellen kann zwischen Kabel- und Akkubetrieb gewählt werden.

Für größere Flächen eignet sich ein Staubsauger der mit Akkus betrieben wird, da so das Kabel nicht umgesteckt werden muss. Der Nachteil ist, dass der Akku irgendwann leer ist und erst neu aufgeladen werden muss. Ein Akku hat darüber hinaus nur eine begrenzte Lebensdauer, was ein weiterer Nachteil gegenüber einem Staubsauger, der über ein Kabel verfügt, darstellt.

Ein Kabelstaubsauger ist immer einsatzfähig. Sind genügend Steckdosen im Haus vorhanden, kann so jeder Winkel gut erreicht werden. Das Kabel sollte immer ordnungsgemäß aufgerollt werden. So ist die Lebensdauer des Gerätes am längsten. Eine weitere Option ist ein Zentralstaubsauger. Er ist mit einem Schlauch mit verschiedenen Anschlüssen im Haus verbunden und befördert den Staub direkt in eine Auffangstation, die sich idealer Weise im Keller befindet. In Deutschland sind diese im Haus integrierten Systeme allerdings nur selten anzutreffen. Eine Neueinrichtung solch eines Systems ist ein großer Aufwand und kommt deshalb für die meisten Personen nicht infrage, da es sich schlichtweg nicht lohnt.

Ein weiteres Modell, was hierzulande selten anzutreffen ist, ist der Wasserstaubsauger. Er ähnelt in seiner Funktionsweise einem Dampfreiniger. Für eine sehr kleine Wohnung lohnt sich ein Handstaubsauger. Er ist leichter, hat aber auch weniger Leistung, als ein Bodenstaubsauger. Sie werden deshalb oft als Ergänzung zu einem Bodenstaubsauger gekauft, um zum Beispiel Möbel oder Polster abzusaugen.

Die optimale Saugleistung

Hat ein Staubsauger mehr Watt, bedeutet das nicht automatisch, dass seine Saugleistung ebenfalls höher ist. Das Zusammenspiel mehrerer Faktoren ist entscheidend für eine gute Saugleistung. Motorleistung, Rohr- und Düsenkonstruktion müssen harmonieren, damit ein optimales Saugergebnis erreicht wird. Ein voller Beutel oder ein verschmutzter Filter wirken sich ebenfalls negativ auf die Saugleistung aus.

Das Filtersystem

Zwar sorgen Staubsauger für saubere Böden, viele verschmutzen aber gleichzeitig die Luft in der Wohnung. Das liegt daran, dass der eingesaugte Staub wieder in die Luft geblasen wird, wenn der Staubsauger nicht über ein entsprechendes Filtersystem verfügt. Teuere Modelle verfügen deshalb gleich über mehrere Filter. Der Hauptfilter filtert den Großteil an Staub und Schmutzpartikel und wird, wenn er voll ist, einfach im Mülleimer entsorgt. Der Filter im Staubsauger sollte mindestens eine doppelte Wand haben. Ein Staubsauger mit HEPA-Filtertechnik ist besonders für Allergiker zu empfehlen, da dieser auch kleinste Staubpartikel aus der Luft aufnimmt. So befreit er die Raumluft fast vollständig von Stäuben und Allergieauslösern. Schlechte Gerüche werden durch einen Aktivkohlefilter im Staubsauger gebunden. Modelle die über einen solchen Filter verfügen, sind deshalb vor allem für Raucher und Haustierbesitzer geeignet.

    Sebastian Michalke/Flickr

Staubsauger mit oder ohne Beutel?

Bei Staubsaugern ohne Beutel, etwa den Geräten von Dyson oder Dirt Devil, fallen keine Folgekosten für Staubbeutel an, allerdings sind sie oft schwere zu reinigen, da der Schmutz in einem separaten Behälter aufgefangen wird. Hier gibt es klare Qualitätsunterschiede. Günstige Modelle lassen sich meist schwerer Reinigen, als teure Geräte. Wer gar nicht selber saugen möchte, kann zu einem Staubsaugerroboter greifen. Diese Geräte reinigen den Boden selbstständig und laden sich auch eigenständig wieder auf. Sie sind leiser als normale Staubsaugermodelle, dafür allerdings auch um einiges kostspieliger.

Eine gute Handhabung

Der Aktionsradius des Staubsaugers gibt die Länge des Kabels plus der Reichweite der Saugdüse an. Je größer der Radius, desto weiter kann sich beim Saugen von der Steckdose entfernt werden, ohne das das Kabel in eine andere Steckdose umgesteckt werden muss. Bedienelemente am Griff erleichtern bei einigen Modellen das Saugen. So muss sich nicht immer zum Staubsauger herunter gebeugt werden. Ebenso sollte auf leichtgängige Räder geachtet werden, da der Staubsauger so leichter zu ziehen ist. Ein Teleskopsaugerrohr ist besonders schonend für den Rücken, da so auch unter den Möbeln, in Ecken und anderen schwer zugänglichen Teilen der Wohnung gesaugt werden kann. Ein Tragegriff und das Gewicht des Staubsaugers spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die gute Bedienbarkeit. Ebenfalls sollte im Vorfeld eingeplant werden, ob es günstige Zusatz- und Ersatzteile für den Staubsauger gibt.

Staubsaugermodelle im Test

Im Vergleich schneiden die verschiedenen Staubsaugermodelle ganz unterschiedlich ab, wenn es um die Eigenschaften Preis, Saugkraft, Handhabung und Umweltfreundlichkeit geht. Der Miele S5 EcoLine ist zwar das teuerste Modell im Test, überzeugt dafür aber mit der vollen Punktzahl in allen Rubriken. Dicht gefolgt vom AEG Elektrolux Ultra Silencer Öko 3000, für den vor allem seine Umweltverträglichkeit spricht. Etwas günstiger ist der Bosch BSG71666. In Sachen Saugkraft, Handhabung und Umweltverträglichkeit liegt er allerdings nur knapp hinter den beiden Top-Modellen von Miele und AEG.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017