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Antike Gartenzwerge sind wahre Schätze im Garten

Antike Gartenzwerge beziehungsweise Gartenzwerge in jeder Form sind keine Minderheit in unseren Gärten. Es gibt im deutschsprachigen Raum an die 40 Millionen Gartenzwerge, welche Wache stehen oder diverse Gartenarbeiten verrichten. Diese Begleiter und Gehilfen gibt es schon seit dem Ende des 17. Jahrhunderts.

In früherer Zeit bestanden die Gartenzwerge aus Marmor oder Sandstein und wurden zirka in der Größe eines kleinwüchsigen Menschen hergestellt. Diese Statuen wurden an Königs- oder Fürstenhöfen ausgestellt und hatten oftmals reale Vorbilder, denn bei diesen Herrscherhäusern wurden gerne kleinwüchsige oder missgebildete Menschen zur Belustigung der Höflinge gehalten. Am meisten verbreitet waren diese frühzeitlichen Gartenzwerge in Österreich, Deutschland, Tschechien, Norditalien und Slowenien. Aber von den tausenden Statuen sind nur mehr einige hundert erhalten.

Der Gartenzwerg machte aber eine erstaunliche Entwicklung durch. Im 19. Jahrhundert verbreiteten sich die Gartenzwerge aus Porzellan, welche von namhaften Manufakturen hergestellt wurden über Europa. In kleinbürgerlichen Gärten hielten also Gartenzwerge ihren Einzug, und mit ihnen der Konflikt zwischen Spießertum und Freigeistern.

Weiters änderten sich die dargestellten Motive im Laufe der Zeit. Waren es im 19. Jahrhundert Gärtner und Bergleute so sind es jetzt modernere bisweilen auch provokative Motive die dargestellt werden.

Einen neuen Höhenflug erleben die Gartenzwerge in der heutigen Zeit, weil sich die Freigeister sich ihrer angenommen haben. So werden jetzt Motive von bekannten Persönlichkeiten als Gartenzwerg dargestellt sowie legendäre Gesten, zum Beispiel von Fußballern, nachgestellt.

Nichts desto trotz ist der Gartenzwerg ein kontroversielles Thema, denn es gibt immer noch den konservativen Sammler, der auf antike Gartenzwerge steht, sowie den jungen Garteninhaber, welcher sich auf modernere Objekte fixiert.

Es sind auch schon Museen entstanden, die sich des Themas Gartenzwerge angenommen haben. Ein solche Museum gibt es zum Beispiel in Kärnten in der Marktgemeinde Gurk.

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