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Wohnen mit Pfiff: Architekturtrends in Deutschland

Pfiffige Fassade statt langweilige Verklinkerung, moderne Materialwahl statt phantasielose Versteinerung: Die Mehrheit einer Umfrage, ob in Deutschland "mutlos" gelebt wird, war dafür, der Architektur des Landes ein wenig mehr Kick zuzuweisen.

Tatsächlich sind viele Deutsche an originelleren Bauformen interessiert. Dabei geht es für sie um die Konzentration auf das Wesentliche, ohne großen Schnörkel und Kitsch: Bei Häusern im Bauhaus-Architekturstil wird auf Verzierungen gänzlich verzichtet. Und genau so wollen die Deutschen wohnen! Ein Beispiel hierfür ist das sanierte Kandinsky-Klee-Meisterhaus in Dessau. Das Gebäude wurde 1926 nach Plänen von Bauhaus-Chef Walter Gropius errichtet und strahlt noch heute "das gewisse architektonische Etwas" aus - zeitlos schön!

Neben einer modernen Architekturauffassung mögen es Bauherren in Deutschland aber ebenso nostalgisch, mit einem Hauch von Romantik: Die Inspiration zu Sprossenfenstern, Gauben und zu einem fließenden Übergang von Architektur zur Natur stammt von den aus England kommenden Landhäusern und ist gerade bei ländlichen Einfamilienhäusern sehr beliebt.

Natürlich schwelgt man bei nass-kalten Temperaturen auch gerne mal in Urlaubsgedanken... Der italienische oder Toskana-Baustil kann hier weiterhelfen: Die flachen Häuser mit klassizistischen Details, die man immer mehr auch in Deutschland vorfindet, erinnern an Urlaub in südlichen Gefilden.

Der Innenraum sollte für viele Deutsche möglichst lichtdurchflutet ausfallen und das Haus energetische und ökologische Vorzüge haben. Das Bio-Solar-Haus zum Beispiel, ein sogenanntes "Haus im Haus", ist ein pfiffiges Glasgebäude im modernen Baustil, das von seinem Hersteller Becher auch als Bausatz angeboten wird. Fortschrittlicher kann man nicht wohnen!

Quelle: welt.de, sternstadt-forum.de
Bild: a4o (Flickr)

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